Gleichwohl verzeichnet die Branche der Handwerksbäcker einen anhaltenden Konzentrationsprozess: Seit den fünfziger Jahren ist die Zahl der Betriebe von über 55.000 allein im alten Bundesgebiet auf derzeit rund 17.000 im gesamten Bundesgebiet zurückgegangen. Damit einher geht ein nachhaltiger Strukturwandel, bedingt durch den Einsatz moderner technischer Anlagen in der Backstube sowie veränderter Verbrauchergewohnheiten.
Handwerkliches Können ist nach wie vor Grundlage für das erfolgreiche Betreiben einer Handwerks-Bäckerei, doch durch den Einsatz von Maschinen ist der Beruf auch für Frauen attraktiv. Ein Viertel aller Bäckerlehrlinge ist heute weiblich. Zwar wird die Bedeutung der Filialbetriebe des Bäckerhandwerks auch in Zukunft weiter zunehmen, aber die traditionellen Bäckereien mit nur einer Produktions- und Verkaufsstätte haben wegen ihrer Nähe zum Kunden gute Chancen, durch eine besondere Profilierung und durch eine schnelle Reaktion auf die ständig neu entstehenden Verbraucherwünsche wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Neben guter Bezahlung und Krisensicherheit bietet das Bäckerhandwerk hervorragende berufliche Perspektiven: Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre.
Danach stehen viele Möglichkeiten offen:
- selbständigeR BäckermeisterIn
- Fachhochschulzugang: seit 01.06.2006 wird in Bayern besonders qualifizierten Absolventen der Meisterprüfung der fachgebundene Zugang zu den bayerischen Fachhochschulen eröffnet.
- BetriebsleiterIn
- FachlehrerIn an einer Bäckerfachschule
- TechnischeR BetriebsberaterIn
- BrotprüferIn
- LebensmittelingenieurIn
Zusätzlich werden qualifizierte Verkäufer/innen benötigt:
Die Ausbildungszeit zum Bäckerei-Fachverkäufer bzw. zur Bäckerei-Fachverkäuferin beträgt ebenso 3 Jahre