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Widerstand gegen die Eurokraten

Bei der diesjährigen Frühjahrsversammlung der Bäcker-Innung München wandte sich Obermeister Heinz Hoffmann vor allem gegen die ausufernde Bürokratie der EU. Heinz Hoffmann: "Unsere Betriebe können weitere Belastungen nicht mehr verkraften." Er wehrte sich insbesondere gegen die neueste "Idee" des „Ausschusses für Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter“ (Frauenausschuss) des EU-Parlaments. Dieser Ausschuss hatte beschlossen, die Mutterschutzfristen von 14 auf 20 Wochen zu verlängern. Hinzukommen sollen auch noch 2 Wochen Vaterschaftsurlaub. Heinz Hoffmann: "Eine derartige Ausdehnung würde die Betriebe teuer zu stehen kommen: Immerhin haben die Arbeitgeber in Deutschland drei Viertel des Mutterschaftsgeldes, rund 1,6 Mrd. Euro jährlich, selbst zu finanzieren."

Eine Ausweitung der Mutterschutzfristen von 14 auf 20 Wochen bei voller Lohnfortzahlung würde eine Steigerung der Mutterschaftsaufwendungen der Betriebe um rund 700 Millionen € pro Jahr bedeuten und so zu einem deutlichen Einstellungshindernis für Frauen werden. Zwar würden die Betriebe im ersten Schritt diesen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld  im Rahmen des U2-Verfahrens zurückerstattet erhalten. Heinz Hoffmann: "Aber die sowieso schon klammen Krankenkassen würden diese 700 Mio. € dann wieder über eine erhöhte Umlage für das U2-Verfahren den Betrieben aufbrummen. Dies würde gerade die Lebensmittelhandwerke wie Bäcker, Konditoren und Metzger treffen, die in sehr großer Zahl Frauenarbeitsplätze bereitstellen. Und darüber hinaus müssten die Betriebe für personellen Ersatz sorgen, der Kosten verursachen würde, die direkt den Betrieb treffen würden."

 

Das Foto zeigt den Vorstandstisch bei der Frühjahrsversammlung mit (v.l.n.r.)
Kassenführer Gerhard Müller-Rischart, Geschäftsführer Günter Deppisch, den stv. Obermeister Heinrich Traublinger und Obermeister Heinz Hoffmann am Rednerpult.