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Problemfall
ausbildungsunwillige Jugendliche
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Die Zahl der
ausbildungsunwilligen Jugendlichen, die völlig
unmotiviert Ausbildungsbemühungen von Berufsschule und
Betrieb über sich ergehen lassen würden, wurde bei der
Versammlung der Bäcker-Innung München mit
Bäckerei-Betriebsinhabern beklagt. Die Innung hatte
Ausbildungsbetriebe eingeladen, deren Auszubildende bei
der letzten Zwischenprüfung schlecht abgeschnitten
hatten. „Die
Zahl dieser Jugendlichen nimmt leider zu", stellte
Berufsschullehrerin Minika Hinterseer fest. Dass es
ausbildungsunwillige Jugendliche gibt, wird durch die
Nachvermittlungsaktionen der Handwerkskammer für München
und Oberbayern, der IHK und der Arbeitsagentur München
bestätigt. Ende September gab es in Oberbayern noch 704
unversorgte Lehrstellen-Bewerber. Davon wurden 410 zu
einer Nachvermittlungsaktion eingeladen, bei der 2.270
Angebote für Lehrstellen zu verteilen waren. 185 der
persönlich eingeladenen Jugendlichen kamen zur
Nachvermittlungsaktion, 77 hatten sich entschuldigt.
„Das
heißt", so Innungs-Obermeister Heinz Hoffmann,
„dass
36% der unversorgten Bewerber es nicht nötig hatten, ihr
Fehlen zu entschuldigen oder sich gar um eine Lehrstelle
zu kümmern. Diese Jugendlichen machen sich ihre Zukunft
kaputt." „ Die
Kontrolle des schulischen Lernens durch die Betriebe ist
zu wenig", monierte Berufsschullehrer Karl-Heinz
Steinbach. Für Innungs-Obermeister Heinz Hoffmann ist
das ein wichtiger Punkt:
„Als
betrieblicher Ausbilder muss man auch die schulische
Ausbildung genau verfolgen. Das beginnt bei den Noten
und endet beim unentschuldigten Fehlen eines
Auszubildenden in der Berufsschule. Und wenn es hier
mangelt, muss der betriebliche Ausbilder eingreifen." Er
wolle daher dafür sorgen, dass Ausbilder verstärkt auch
ein Augenmerk auf die schulische Berufsausbildung
legten.

Das Foto zeigt das Podium der Veranstaltung mit (v.l.n.r.)
Berufsschullehrer Gerhard Stützl, Innungs-Obermeister
Heinz Hoffmann und Berufsschullehrerin Monika Hinterseer. |
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