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Aufdingungsfeier 2010

Im Rahmen einer „Aufdingungsfeier“ konnte Heinz Hoffmann, Obermeister der Bäcker-Innung München, rund 40 "neue" Auszubildende begrüßen, die im Herbst letzten Jahres eine Lehre bei einer Münchner Bäckerei begannen. Diese werden nunmehr als Bäcker/in oder Fachverkäufer/in im Nahrungsmittelhandwerk ausgebildet. Obermeister Hoffmann bei seiner Begrüßung: "Von Ihnen wollen wir, dass Sie die Besten werden. Sie sollen Backwaren herstellen können, bei denen man schmeckt, dass sie aus der Bäckerei kommen und nicht aus einer Fabrik. Und im Verkauf müssen Sie lächeln können, auch wenn der Kunde grantig schaut. Und Sie müssen den Kunden so beraten können, dass er zufrieden aus dem Geschäft geht und gerne wiederkommt."

Heinz Hoffmann erläuterte auch den Begriff "Aufdingung": "Aufdingen bedeutet, jemanden in Arbeit nehmen oder als Lehrling aufnehmen. Wobei früher, als dieser Begriff noch üblich war, auch beispielsweise ein Aufdingungsgeld vom Lehrling an den Meister bezahlt werden musste. Und der Lehrbrief hieß damals Aufdingungsbrief."

Berufsschulrektor Helmut Schreiber betonte im Grußwort, dass sowohl die Innung als auch die Schule bei Problemen in der Ausbildung Hilfestellung leisten würden: „Wenn es in der Ausbildung nicht klappt, wenn Ihnen der Ausbildungsstoff nur ungenügend vermittelt wird, wenden Sie sich bitte an die Schulsozialarbeit oder an den Lehrlingswart der Innung.“

Lehrlingswart Martin Reicherzer nahm diese Empfehlung gleich auf und stellt sich als Ansprechpartner und Vermittler bei Problemen oder Konflikten in der Ausbildung vor.

Mit dem Wunsch, dass die Innung am Ende der Lehrzeit alle Auszubildenden zu einer Freisprechungsfeier einladen könne, beendete Heinz Hoffmann die Aufdingungsfeier, die von den „Blinden Musikern“ musikalisch umrahmt wurde.

Das Foto zeigt Berufsschulrektor Helmut Schreiber bei seinem Grußwort.