Im Rahmen einer „Aufdingungsfeier“ konnte
Heinz Hoffmann, Obermeister der
Bäcker-Innung München, rund 40 "neue"
Auszubildende begrüßen, die im Herbst
letzten Jahres eine Lehre bei einer Münchner
Bäckerei begannen. Diese werden nunmehr als
Bäcker/in oder Fachverkäufer/in im
Nahrungsmittelhandwerk ausgebildet.
Obermeister Hoffmann bei seiner Begrüßung:
"Von Ihnen wollen wir, dass Sie die Besten
werden. Sie sollen Backwaren herstellen
können, bei denen man schmeckt, dass sie aus
der Bäckerei kommen und nicht aus einer
Fabrik. Und im Verkauf müssen Sie lächeln
können, auch wenn der Kunde grantig schaut.
Und Sie müssen den Kunden so beraten können,
dass er zufrieden aus dem Geschäft geht und
gerne wiederkommt."
Heinz Hoffmann erläuterte auch den Begriff "Aufdingung":
"Aufdingen bedeutet, jemanden in Arbeit
nehmen oder als Lehrling aufnehmen. Wobei
früher, als dieser Begriff noch üblich war,
auch beispielsweise ein Aufdingungsgeld vom
Lehrling an den Meister bezahlt werden
musste. Und der Lehrbrief hieß damals
Aufdingungsbrief."
Berufsschulrektor Helmut Schreiber betonte
im Grußwort, dass sowohl die Innung als auch
die Schule bei Problemen in der Ausbildung
Hilfestellung leisten würden: „Wenn es in
der Ausbildung nicht klappt, wenn Ihnen der
Ausbildungsstoff nur ungenügend vermittelt
wird, wenden Sie sich bitte an die
Schulsozialarbeit oder an den Lehrlingswart
der Innung.“
Lehrlingswart Martin Reicherzer nahm diese
Empfehlung gleich auf und stellt sich als
Ansprechpartner und Vermittler bei Problemen
oder Konflikten in der Ausbildung vor.
Mit dem Wunsch, dass die Innung am Ende der
Lehrzeit alle Auszubildenden zu einer
Freisprechungsfeier einladen könne, beendete
Heinz Hoffmann die Aufdingungsfeier, die von
den „Blinden Musikern“ musikalisch umrahmt
wurde.